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St. Martin in Briedel

Die Pfarrkirche "St. Martin" in Briedel

Hoch über die Dächer von Briedel tront die Pfarrkirche St. Martin.

St. Martin Festwoche

Samstag, 10. November 2018
17.00 Uhr Martinsvesper in der Pfarrkirche „St.Martin“ Briedel
anschl. Martinsumzug durchs Unterdorf , Berg-,Haupt- und Moselstraße mit der Musikkapelle Briedel
Verteilung der Martinsbrezeln am Kurfürst-Balduin-Platz
Verlosung von Schwimmbad-Gutscheinen an Kinder mit Laternen
Imbiss – Glühwein am Kurfürst-Balduin-Platz

Sonntag, 11. November 2018
11.00 Uhr Festhochamt in der Pfarrkirche St.Martin
Mitwirkende: Gem.Chor „Eintracht“ Briedel
13.30 Uhr bis
18.00 Uhr Buchausstellung im Pfarrheim dabei Kaffee und Kuchen
187.00 Uhr Verlosung von Martinsessen am Pfarrheim mit Glühwein

Montag, 12. November 2018
8.30 Uhr Festmesse im Pfarrheim mit anschl. Sektempfang
Gestaltung: Kath. Frauengemeinschaft Briedel

Dienstag, 13. November 2018
19.30 Uhr Stand der Planung der Baumaßnahmen in der St.Martin-Kirche
Pfarrei der Zukunft – Aktueller Sachstand
dabei: Jahresversammlung des Fördervereines St.Martin Briedel
im Pfarrheim

Mittwoch, 14. November 2018
19.30 Uhr Interessantes und Kurioses aus der Geschichte im Pfarrheim
- Was die Briedeler schon immer wissen wollten –
Hermann Thur liest aus seinen Büchern

Donnerstag, 15. November 2018
19.30 Uhr Filmabend „Maria Magdalena“ von Garth Davis im Pfarrheim

Als weibliche Jüngerin in der Gefolgschaft von Jesus und als Zeugin seiner Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung ist
Maria Magdalena eine der bedeutendsten Figuren der Bibelgeschichte. Doch sie ist auch eine moderne junge Frau, die selbstbewusst und mutig gegen die Geschlechterrollen und Hierarchien ihrer Zeit rebelliert. Auf der Suche nach ihrem ganz
persönlichen Lebensweg sagt sie sich von ihrer Familie los, um sich dem charismatischen Jesus von Nazareth und seinen Jüngern anzuschließen. Gemeinsam machen sie sich auf eine spirituelle Reise nach Jerusalem.



Freitag, 16. November 2018
19.00 Uhr Heilige und Wein – Zwei die sich ergänzen
Geistliche Weinprobe bei Kerzenschein und Musik
in der Kirche St.Martin

Kartenvorverkauf am Sonntag, 11. November von 13.30 – 18.00 Uhr im Pfarrheim

Sonntag, 18. November 2018
15.00 Uhr Seniorennachmittag im Pfarrheim

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Sehen Sie viele weitere Bilder aus dem Innenraum der Kirche (mit freundlicher Unterstützung von Hermann Thur) auf folgendem Link.

Die Pfarrei St. Martin in Briedel


Die ältesten Hinweise über das Bestehen einer St. Martin-Kirche in Briedel reichen ins 6. Jahrhundert (wahrscheinlich 585 n. Chr.) Bestätigt wird dies u.a. dadurch, dass die Verehrung des heiligen Martin und der Bau von St-Martin-Kirchen in der Merowingerzeit, insbesondere vom Trierer Bischof Magnerich (566-586) gefördert wurde. Unter König Dagobert I. (623-638) kommen um 630 Besitzungen in"Praedolium" = Briedel und eine Kapelle/Kirche St. Martin an das Bistum Metz. Erst nach einem Kirchenbau dürfte die Grundherrschaft in Briedel mit der St. Martin-Kirche an das Bistum Metz gelangt sein, denn der Kirchenpatron von Metz ist der heilige Stephanus und üblicherweise wurden die unter geweiht. (Die Urkunden dazu sind leider 1944 beim Brand des Archives im Kloster Gorze vernichtet worden).
Am 20. Mai 748 überträgt Bischof Chrodegang von Metz u.a. den Weinzehnten zu "Bredaculo" = Briedel an das von ihm neu gegründete Kloster Gorze.
Im Jahre 959 erbt das Kloster St. Trond von Gaugraf Zeizolf und seiner Mutter zwei Höfe und Weinberge in Briedel. In dieser Urkunde ist auch erstmalig ein urkundlicher Nachweis einer Kirche in Briedel gegeben.
Die ältesten Nachweise über das Bestehen einer eigenen Pfarrei hierselbst reichen in die 1. Hälfte des 10. Jhd., denn da hat das Kloster Gorze bereits die vollen Zehntrechte. In einer Urkunde von 1154 werden die Regelungen der Zehntrechte neu festgelegt, indem die Pfarrei von ihrem Zehntanteil alles Notwendige innen und außen an der Kirche besorgen muss. Auch aus diesen Daten und anderen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Pfarrei um das Jahr 1122 schon bestanden haben muss, denn es ist von einer "Gewohnheit" der Parochianen die Rede. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde der Einfluss der Klöster Springiersbach und Himmerod in der hiesigen Region immer bedeutender.
1264 kauft das Kloster Himmerod die Besitzungen des Klosters St. Trond in Briedel und war hinfort bis zur französischen Besetzung der Rheinlande 1794 für rund 500 Jahre wesentlich bestimmend für die Geschicke der Gemeinde und der Pfarrei Briedel. Am 15. Juli 1315 wird die Pfarrei Briedel dann dem Kloster Himmerod inkorportiert. Damit fiel das gesamte Einkommen der Kirche dem Kloster zu, welches davon den Pfarrer besolden oder die Pfarrei durch eigene Mönche besorgen lassen musste. Auch die Kirchenbaukosten (Renovierungen) musste das Kloster bezahlen.
Seit der Zeit der Säkularisation war die Pfarrei dann wieder "selbständig" , zunächst im Bistum Aachen und ab 1824 dann wieder im Bistum Trier und ist heute Mitglied der Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm..



Die Pfarrkirche St. Martin
Die Vorgänger- Kirche (erbaut zu Anfang des 12. Jhd.) stand an demselben, über 1000-jährigen Kirchplatz, wie die jetzige, nur war das Chor nach Osten gerichtet, der Haupteingang im Westen und hinter dem Hauptaltar befand sich noch eine Tür.
Die älteste bekannte Aufzeichnung über die innere Einrichtung der Kirche stammt aus dem Jahre 1328. Damals konsekrierte Fr. Daniel, Weihbischof und Generalvikar des Erzbischofs Balduin von Trier einen Altar zu Ehren der Mutter Gottes, des hl. Apostels Matthias, der hl. Barbara, Margaretha, Maria Magdalena und des hl. Bischofs Paulinus. Später werden zerstreut in den Akten noch folgende Altäre genannt: Martin, Maria, Sebastian, Nikolaus und hl. Kreuz. Außerdem war in der Kirche ein Bild der Mutter Gottes, in kostbare Stoffe gekleidet, vor dem die Brautleute gewöhnlich ihre Kerze niederstellten. 1472 erhielt die Kirche einen Anbau mit dem Nikolausaltar (für den Frühmesser). 1577 erhielt die Kirche ein neues Dach und neue Fenster. 1721 wurde der Anbau renoviert und eine ordentliche Verbindung zur Kirche hergerichtet sowie wiederum die Fenster erneuert. Wiederholte Klagen in den Akten lassen vermuten, dass die alte Kirche nicht sehr gut in den Lichtverhältnissen stand (vermutlich romanischer Baustil), wenig Plätze vorhanden waren und sie auch sonst keine besonderen architektonischen Verzierungen hatte.
Plünderungen durch umherziehende Söldnertruppen, insbesondere 1587 und 1632-1635 (30-jähriger Krieg) beraubten uns wertvoller alter Inventarien.

Erläuterungen
zu den Deckengemälden und Statuen

Hauptaltar
a) Der Hochaltar mit dem Tabernakel ist geziert mit der Statue des Hl. Martin auf der Spitze des Altares, auf beiden Seiten 2 gößere Engelsgestalten und etwas tiefer die Standbilder des hl. Petrus (l.) und Paulus (r.). Neben dem Tabernakel sind 2 kleinere Engelsfiguren mit Weih- rauchfässern angebracht. An den beiden Chorstühlen stehen, das Bild des Altares vervollständigend, die Standbilder der beiden Himmeroder Ordensheiligen Benedikt und Bernhard von Clarirveaux.

Seitenaltar Evangelienseite
b) Der Marien-Altar zeigt die Muttergottes als Königin mit Kind, Zepter, Krone und Kreuz; oberes Bild: Mutter Anna mit Maria; auf der linken Seite sehen wir die Hl. Katharina (mit Rad und Schwert) und auf der linken Seite die hl. Barbara (mit Turm und Kelch mit Hostie).

Seitenaltar Epistelseite
c) Der St.-Sebastian-Altar hat in einer Nische in der Mitte die Figur des hl.Sebastian (gebunden an einen Baum und mit Pfeilen durchbohrt) , in dem oberen Bild Jakob der Ältere mit Pilgermuschel, Stab mit Kreuz, Engel, Hund mit Brot, auf der rechten Seite St. Margaretha mit Drache und Kreuz, auf der linken Seite der hl.Nikolaus mit Bütte und Kinder; der Altartisch ist verziert mit zwei Buchstaben S = Sanct Sebastian und mit Pfeilen.

Evangelienseite
d) Auf der Kanzel die Evangelisten Matthias mit Engel und Lukas mit Stier, Markus mit Löwe und Johannes mit Adler .
e) Beichtstuhl mit Bild: Maria Magdalena mit Balsam, Totenschädel, Buch, Geißel, Kreuz
f) Judas Thaddäus (seit 11.1o.1954)
g) Kleine hl. Theresia v. Kinde Jesus
h) Bild von der Immerwährenden Hilfe
i) Bild der Heiligen Familie

Epistelseite
k) Reliquie des heiligen Martin
l) Joseph mit Kind (unter Baldachin)
m) Beichtstuhl mit Bild: Petrus, weinend, mit Hahn, Schlüssel und Buch
n) Herz Jesu
o) Antonius von Padua mit Jesuskind
p) Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges

links und rechts: die 14 Kreuzwegstationen, Barock, 18. J.

Gestühl: die Wangen der Kirchenbänke stammen noch aus der Bauzeit.

Kapelle
r) Pieta der Schmerzhaften Mutter Gottes
Diese Pieta (vermutlich um 1350) stammt aus dem Enkircher Kloster und kam 1849 nach Briedel, um im 1719 erbauten Sündhäuschen aufgestellt zu werden. 1948 wurde Sie dann hierher verbracht und dort eine Kopie aufgestellt. Diese Kopie kam 1985 ins Pfarrheim und wurde wiederum durch einen Kunststoffguß ersetzt. Dieser wurde 2005 dort gestohlen.

Ehrentafeln für die Gefallenen des 2. Weltkrieges

Portal innen
q) Schmiedeeiserner halbrunder Gitterabschluß mit den Wappen des Klosters Himmerod und dessen Abtes Robert Hendges.

Portal außen
s) zweiflügelige Eingangstür mit Rocailleschnitzereien aus 1774
darüber: St. Martin zu Pferde beim Teilen des Mantels
(Eisenguß Sayner-Hütte 1863)

Nebeneingang außen
Heilige Elisabeth von Thüringen
(Keramik von Chr.Anders, 2009)
die ursprünglich hier stehende Figur wurde 2000 gestohlen.)