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St. Barbara in Altlay

Altlay wird bereits 1075 als Filiale der Pfarrei Kirchberg erwähnt, wobei angenommen werden kann, dass der Ort noch älter ist. Nachdem nach 1317 Würrich zu einer selbständigen Pfarrei erhoben wurde, gehörte Altlay als Filiale zur Pfarrei Würrich.
Als zwischen 1556 – 1559 im ganzen Amt Kirchberg die Reformation eingeführt wurde, mussten nach dem Grundsatz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, „cuius regio eius religio“ (wessen das Land, dessen die Religion) alle Bewohner zum neuen Glauben wechseln.
Erst nach dem Einbruch der Franzosen im pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 – 1697) konnte sich Altlay von der reformierten Pfarrei Würrich lösen und eine eigene Pfarrei gründen. Die damalige Kapelle in Altlay wurde jedoch von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt.
Im Jahr 1771 wurde an Stelle der alten Kapelle die jetzige Pfarrkirche erbaut, die bis 1809 als Simultankirche fungierte. Als sich die Reformierten weigerten, zum Wiederaufbau des 1804 abgebrannten katholischen Pfarrhauses beizutragen, sprach die französische Regierung den Katholiken den ausschließlichen Besitz der Pfarrkirche zu.
Zwischen 1986 – 1992 wurde die Pfarrkirche umfassend renoviert. Hierbei konnte ein Teil der Jugendstilfliesen gerettet werden, die jetzt die Altarinsel, sowie das Taufbecken umrahmen und teilweise im Mittelgang verlegt wurden. Ebenso wurden die Kanzel, die Eichenbänke und die Kommunionbank, die aus der Erbauerzeit der Kirche stammen, erhalten. Die ehemalige Kommunionbank dient heute als Balustrade der Empore.
2011 wurde dann ein neuer Zelebrationsaltar sowie ein Ambo und passende Sedilien aus Eifelsandstein angeschafft. Auch die Lautsprecheranlage wurde erneuert. Am 8. Mai 2011 fand die feierliche Konsekration des neuen Altares durch Weihbischof Peters statt.

Patronin der Pfarrei ist St. Barbara. Altlay lebte lange vom Schiefer- und Erzbergbau (heute wird auch wieder Schiefer abgebaut). Kein Wunder also, dass man die Patronin der Bergleute auch zur Patronin der Kirche und Pfarrei wählte.

1874 wurde auf Veranlassung des damaligen Pfarrers Nikolaus Poß die St. Barbara Bruderschaft, ein Zusammenschluss der Bergleute, gegründet. Diese verpflichteten sich, täglich ein Reuegebet, sowie ein Vaterunser zu beten und möglichst oft die hl. Kommunion zu empfangen. So wollten die Bergleute, die täglich der Gefahr ausgesetzt waren, gut auf einen plötzlichen Tod vorbereitet sein. Wann der Brauch aufkam, die Hinterbliebenen mit einem „Sterbegeld“ zu unterstützen, ist nicht bekannt; jedoch besteht er bis heute fort. Derzeit zählt die Bruderschaft noch ca. 50 Mitglieder, die zwar nicht mehr im Bergbau tätig sind, aber dennoch den ältesten „Verein“ des Dorfes am Leben erhalten wollen.

Zur Pfarrei Altlay gehörten bis zu Beginn der Strukturreform 2007 noch der Ortsteil Briedeler Heck, die Siedlungen Hohestein und Mayermund (heute alle zu Briedel gehörend) sowie die Filiale Hahn (heute zu Sohren gehörend).

Geht man von Altlay in Richtung Südwesten zur Briedeler Heck, findet man im Tal eine Mariengrotte. Diese wurde 1957 von dem damaligen Lehrer Karl Schön zusammen mit der Dorfjugend erbaut. Die Statue (Maria mit dem Jesuskind) stammt aus der Werkstatt Maria Laach. Etliche Danktafeln bezeugen die von Maria erhaltene Hilfe.

In der anderen Richtung, nach Peterswald zu, stehen am Wegesrand sieben Bildstöcke, welche die sieben Schmerzen Mariens zeigen. Sie wurden vermutlich um 1880 errichtet und dienten wahrscheinlich zur Betrachtung und Meditation auf dem Prozessionsweg von Altlay zum Peterswälder „Bildchen“ (eine Marienkapelle mitten im Wald).

Einige Bilder von unserer Kirche

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